Goldling und Wildling

Der Name "Axolotl" wird von dem Wort "Atl" (Wasser) und dem Wort "Xolotl" (Aztekengott) abgeleitet, was so viel wie Wassermonster bedeutet.
Die Wörter stammen von einer aztekischen Sprache namens "Náhuatl". Ursprünglich lebte der Axolotl ausschließlich im Xochimilco See in Mexico, bis ein Expeditionskorps General Foreys im Jahr 1863 ein paar Exemplare nach Paris in ein Naturkundemuseum brachte. Diese Tiere sind nämlich verblüffend genial. Warum? Na dann lest mal weiter!

Der Axolotl zählt zu den Amphibien, die schon ca.350 Mio. Jahren auf der Erde sind. Er gehört zu der Familie der Querzahnmolchen,
einer Salamanderart. Im Vergleich aber zu anderen Molchen und Salamandern, wird der Axolotl nicht zum Landgänger, denn er ist eine ewige Larve, die ausschließlich im Wasser lebt. Die Ursache dafür ist ein fehlendes Hormon namens Thyroxin, welches für die volle Funktion des Stoffwechsels verantwortlich ist.
Durch die beim Axolotl angeborene Unterfunktion der Schilddrüse, kann dieses das Hormon nicht genügend produziert werden und die "Metamorphose" (Entwicklung zum Landgänger) bleibt aus. Ausnahmen gibt es, sind aber sehr selten.

Man kann durch das Zugeben von Thyroxin oder Jod,u.ä. den Axolotl zum metamorphosieren bringen, jedoch ist das strengstens Verboten! Was auch gut ist, denn wenn der Axolotl nicht von selbst metamorphosiert, ist das ein sogenannter Tierversuch, der dazu führt, dass ein solch behandeltes Tier schmerzvolle Qualen erleidet und stirbt.

Mit etwa etwa 24 cm bis 30 cm ist der Axolotl ausgewachsen und kann bis zu 15 Jahre alt werden. Vereinzelt auch größer und älter. Axolotl sind nachtaktiv. Hab ich das Licht im Aquarium an, so sind sie recht träge. Doch ist es aus, flitzen sie wie von der Tarantel gestochen durchs Aquarium, suchen nach fressbarem und spielen. Ist das Licht dann wieder an, sind sie alle wie erstarrt, sinken wieder auf den Boden und tun so als sei nichts gewesen.

Die Regeneration

Das erstaunlichste am Axolotl jedoch ist, dass er Gliedmaßen, Teile seines Schwanzes und sogar Teile des Gehirns und Organe regenerieren kann. Mortimer fehlte mal ein Beinchen. Wie das genau kam weis ich nicht, entweder hat es ihm ein Kamerad abgebissen oder er ist irgendwo hängen gelieben.
Jedenfalls habe ich ihn verarztet und aus dem Stummel, der noch übrig war, ist wieder ein Füßchen gewachsen.

Aufgrund der Regenerationsfähigkeit sind Axolotl in der Forschung begehrt.

Des weiteren eignet sich der Axolotl aufgrund seines Verhaltens gut für die Psychotherapie. Ihr "Dauergrinsen"(sichtbar wenn man von schräg oben auf ihr Maul schaut) und das ruhige Verhalten hat eine beruhigende Wirkung.














Geschlechtsmerkmale

Weibliche Axolotl erkennt man an der geringer geschwollenere Kloake als die bei den Männchen.
Erfahrungsgemäß sind Axolotl nach ca. 8 bis 12 Monaten geschlechtsreif.
Weibchen
Männchen


Albino

Farbvarianten
Es gibt verschiedenste Farbvarianten des Axolotl. Grundlegend unterscheidet man: Weißling, Wildling, Albino und Goldalbino. Dann gibt es noch besondere Farbvarianten, die Kosenamen haben wie: Gurke, Keks und Harlekin. Züchter geben ihren Babys auch oft eigens ausgesuchte Farbvaiantenbenennungen. Bilder und Erklärungen folgen noch. Ich werde auch noch genauer auf die "Gurken" eingehen, denn sie sind etwas Spezielles.

Mooney ist eine Albinodame. Ihr Körper ist weiß, die Augen farblos. Lediglich die Kiemen sind durch das durchschimmernde Blut rötlich. Richtige Albinos kommen eher selten vor. Interessant zu beobeachten sind die vielen "Glitzerflecken" auch Iridophoren genannt. Diese können sich am ganzen Körper verteilen oder sich auf eine Stelle konzentrieren. Mooney hat nur welche am Kinn und an den Kiemen. Calcifer hingegen hat sie am ganzen Körper.




Ein Goldalbino oder auch Goldling genannt

Calcifer ist ein Goldling auch Humphrey - Axolotl genannt. Die gelbe Hautfarbe entstand aus einer einstigen Verpaarung zwischen Tigersalamander und Axolotl. Seine Augen sind wie beim Albino farblos und die Kiemen organge. Goldlinge sind sozusagen Teilalbinos.


Keks

Kekse sind sandfarbende oder kupferfarbende Axolotl. Mit den sogenannten "Wildlingen" haben sie scheinbar nichts zu tun. Im Ausland werden sie auch als Copper bezeichnet. Woher sie stammen bzw was mal ihr Ursprung war, weiß keiner so genau.



Weißling mit Spots

Mit "Weißling" bezeichnet man weiße Axolotl mit schwarzen Augen und rosa Kiemen, in dessen dunkle Ansätze sind (an der bläulichen Färbung zu erkennen). Sie sind "teilabinotisch". Haku hier auf dem Bild hat noch ein paar Farbpigmente im Gesicht. Diese bezeichnet man als "Spots" oder "Sommersprossen". Weißlinge mit schwarzen Farbklecksen am ganzen Körper sind sogenannte Harlekine, wie man zum Beispiel bei Aruna gut sehen kann.



Brauner Wildling

Yubaba ist ein dunkler Wildling. Diese Farbe ist sozusagen die Ursprungsfarbe des Axolotls. Es gibt aber noch verschiedene Farbabstufungen. Wildlinge können braun, grau oder fast schwarz sein. Wenn ihr zum Beispiel Calypso anschaut - sie ist richtig grau.

Gut auf dem Bild zu erkennen sind die Farbflecken, auf dem ganzen Körper in verscheidenen Helligkeitsstufen. Es ist sehr interessant diese zu beobachten, wenn der Axolotl noch im Wachstum ist.

In der Gallerie sind von Yubaba noch Babybilder, auf denen er noch richtige gelbe Flecken hat- diese sind nun komplett verschwunden.
Seine Iridophoren hat er allerdings noch.







Neotener Tigersalamander (Ralph Kopp)
Gurken
Gurken sind die erste Generation aus einer Verpaarung zwischen einem neotenen Tigersalamander (Ambystoma tigrinum) und einem Axolotl. Dadurch können neue interessante Farbmixe entstehen. Allerdings regenerieren Tigeraxolotlmischlinge (kurz Gurken) schlechter bis gar nicht ihre Gliedmaßen bei Verletzungen.
Deshalb wird von weiteren Verpaarungen zwichen Tigersalamander und Axolotl abgesehen. Gurken sind auch insgesammt etwas kräftiger als reine Axolotl. Ihnen wird auch oft nachgesagt, dass sie schnappiger sind und von einer gemeinschaftliche Haltung mit Axolotl abzuraten sei. Wie auf den Bildern von Ralph Kopp zu erkennen ist reichen die Frabformen von Weißlingen mit Wildlingmuster, Harklekinen, Goldlingen, gelblich Grünen (daher der Spitzname Gurke), Albinos mit gelben Flecken bis hin zu Melanoiden (rein schwarzen) Tieren.



Gurken (Ralph Kopp)
Gurken (Ralph Kopp)


Landgängergurke (Ralph Kopp)
Aufgrund der Verpaarung von Axolotl mit Tigersalamander besteht auch ein erhöhtes Metamorphoserisiko bei Gurken. Oft werden diese wegen der "besseren Schilddrüsenfunktion" zum Landgänger.