Die Balz
Die Vermehrung
Axolotl pflanzen sich nicht durch eine direkte Paarung fort.
Die einzelnen Stationen vom Ei bis zum "fertigen" Lotl könnt ihr hier verfolgen:


Die Balz
Das Balzverhalten des Lotls konnte ich neulich beobachten. Die Männchen schieben die Weibchen schubkarrenartig durchs Becken, laufen aufgeregt hin und her und schmusen wie wild alles was sich zum schmusen anbietet. Dabei schwillt die Kloake richtig an und es lukt ein rauher Hautlappen heraus. Den drücken sie mit einer reibenden Bewegung und schlängelndem Schwanz in den Bodengrund um eine Spermatophore abzusetzen.




Spermatophore

Die Spermatophore
Spermatophoren sind Samenpakete, welche aussehen wie kleine durchsichtige Berge mit schneebedecktem Gipfel. Er besteht aus einem Sekret aus der Analdrüse, auf das dann die Spermien gesetzt werden. Daher der weiße Gipfel. Diese werden dann vom Weibchen zur inneren Befruchtung abgeholt, indem sie die mit der Kloake einsaugt. Nach ca. 8 bis 24 Stunden sind die Eier befruchtet und das Weibchen beginnt zu legen.









Weibchen beim Legen

Die Eiablage
Eine Eiablage ist für ein Weibchen äußerst anstrengend und schwierig, denn ein Gelege kann aus ca. 50 bis 500 (und mehr) Eiern bestehen, das Legen kann sich auf viele Stunden ausdehnen und das Weibchen muss noch geeignete Pflanzen, an die es sich mit den Hinterbeinen zum legen festklammern kann finden, um seine Eier meist der Reihe nach an die Pflanzen zu heften und dabei noch in Legeposition bleiben.
Deshalb sollte man sie nicht dabei stören. Zwischendurch macht sie eine Verschnaufpause. Man sieht richtig ihr angestrentes Schnaufen. Die duchsichtiege schützende Eihülle ist nach dem Legen noch klein, quellt jedoch nach ein paar Stunden noch etwas auf.






Vom Ei bis zum fertigen Axolotl
Die Entwicklung der Eier ist äußerst interessant. Gut zu erkennen auf dem Bild "Stufe 1", ist die Struktur des Eikerns,
aus dem sich die spätere Larve entwickelt. Bei "Stufe 2" öffnet sich dieser Kern sozusagen und es strukturiert sich in "Stufe 3" um,
und anschliessend zu einer ansehnlichen Larve "Stufe 4", die dann nach nur noch schlüpfen muss. Der Verwandlungprozess vom Ei bis zur schlüpfenden Larve dauert ca 9 bis 14 Tage, je nach den örtlichen Gegebenheiten.
Die Mundöffnung der frisch geschlüpften Larven öffnet sich erst nach circa 2 Tagen. Bis dahin zehren sie noch von ihrem Dottersack. Danach brauchen sie immer frisch geschlüpfte Artemia zu fressen. Sind die Bäuche immer schön dick wenn man sie ansieht, sind sie wohl genährt und können all ihre Energie aufs Wachstum setzen. Sie schaffen somit pro Tag einen Millimeter.

2 bis 3 Wochen nach dem Schlupf wachsen ihnen Vorderbeine und ungefähr genausolange dauert es nochmal für das Ausbilden der Hinterbeine. Danach ist der Lotl im eigentlichen Sinne fertig und muss nur noch wachsen.
Wenn sie ihre Vorderbeine haben, kann man schon probieren sie mit schwarzen aufgetauten Mückenlarven zu füttern.
Futtern sie diese, kann man langsam das Zufüttern mit Artemia aufgeben. Beim Ausbilden der Hinterbeine kann man dann die schwarzen Mückenlarven durch rote Mückenlarven ablösen und danach mit kleinen Lachspellets anfangen.

Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6

Hier habe ich für euch nocheinmal ein Video zur Entwicklung der Larve im Ei.
Man kann gut erkennen, dass sich die Larve im Laufe der Entwicklung oft dreht.
Sehr interessant zu sehen ist, wie sich das Ei nach innen stülpt.